Verkaufsnebenkosten bei Immobilien: Was Sie wirklich zahlen müssen
Beim Verkauf einer Immobilie geht es nicht nur um den Kaufpreis – Verkaufsnebenkosten, zusätzliche Ausgaben, die beim Verkauf einer Immobilie anfallen und oft unterschätzt werden. Auch bekannt als Transaktionskosten, bestimmen sie, wie viel Geld am Ende wirklich auf Ihrem Konto landet. Viele Verkäufer denken, sie bekommen den vereinbarten Preis – doch die Realität sieht anders aus. In Österreich fallen bei jedem Immobilienverkauf Pflichtkosten an, die bis zu 10 % des Verkaufserlöses ausmachen können. Das ist kein kleiner Betrag – das ist ein großer Teil Ihres Gewinns.
Die größte Posten sind die Grunderwerbsteuer, eine Steuer, die vom Käufer gezahlt wird, aber oft im Kaufpreis versteckt und indirekt vom Verkäufer getragen wird. Obwohl sie rechtlich vom Käufer zu zahlen ist, verhandeln Käufer oft einen niedrigeren Nettopreis, wenn sie wissen, dass sie diese Steuer tragen müssen. Das bedeutet: Sie als Verkäufer erhalten weniger, als Sie ursprünglich gedacht haben. Dann kommen die Notarkosten, die für die Beurkundung des Kaufvertrags fällig werden und je nach Wert der Immobilie zwischen 1,2 % und 2 % des Verkaufswerts betragen. Diese Kosten sind gesetzlich festgelegt – Sie können sie nicht verhandeln. Und dann gibt es noch die Maklerprovision, die in Österreich meist vom Verkäufer getragen wird, es sei denn, anders vereinbart. Sie liegt oft bei 3 % bis 6 % des Verkaufspreises – und das ist ein weiterer großer Brocken.
Dazu kommen noch kleinere, aber nicht unwichtige Kosten: die Kosten für das Grundbuchauszug, eventuelle Sanierungsarbeiten, die der Käufer verlangt, oder die Kosten für einen Energieausweis, der vor Verkaufspublikation Pflicht ist. Diese Dinge erscheinen klein – aber addieren Sie sie, und sie werden zum entscheidenden Faktor. Wer diese Kosten nicht im Voraus kalkuliert, gerät schnell in die Falle: Der Verkauf scheint lukrativ – doch am Ende bleibt kaum mehr übrig.
Es gibt keinen Weg, diese Kosten komplett zu vermeiden – aber Sie können sie genau planen. Holen Sie sich eine konkrete Kostenaufstellung, bevor Sie Ihren Verkaufstermin festlegen. Fragen Sie Ihren Notar, Ihren Makler und das Finanzamt – nicht nur nach den Standardgebühren, sondern nach aktuellen Änderungen. In Österreich gibt es regionale Unterschiede bei der Grunderwerbsteuer – in manchen Gemeinden liegt sie bei 3,5 %, in anderen bei 2 %. Und wer sich nicht informiert, zahlt mehr als nötig.
In der Sammlung unten finden Sie Artikel, die genau diese Themen aufgreifen: Wie Sie Verkaufsnebenkosten richtig berechnen, wo Sie sparen können, wie Sie mit Maklern verhandeln und warum ein guter Energieausweis nicht nur Pflicht, sondern auch ein Verkaufsvorteil ist. Keine Theorie – nur konkrete Zahlen, klare Regeln und echte Erfahrungen von Verkäufern, die schon durch diese Hürde gegangen sind.
Kosten für Beglaubigungen und Kopien beim Immobilienverkauf: Was Sie wirklich zahlen müssen
Beglaubigungen und Kopien beim Immobilienverkauf kosten oft mehr als gedacht. Hier erfährst du, welche Dokumente du brauchst, wo du sie beglaubigen lässt und wie du Geld sparst - ohne Risiko.
WeiterlesenVerkaufsnebenkosten berechnen: So ermittelst du den tatsächlichen Nettoerlös deiner Immobilie
Viele Verkäufer unterschätzen die Verkaufsnebenkosten bei Immobilien. Erfahre, wie du den tatsächlichen Nettoerlös berechnest - inklusive Maklerprovision, Notarkosten, Grunderwerbsteuer und Spekulationssteuer. So vermeidest du böse Überraschungen.
Weiterlesen