Plattformökonomie im Immobilienmarkt: Wie Winner-takes-all-Effekte die Branche verändern

Plattformökonomie im Immobilienmarkt: Wie Winner-takes-all-Effekte die Branche verändern
Gerhard Schaden 21 Mär 2026 14 Kommentare Wirtschaft

Stell dir vor, du willst in eine Wohnung ziehen. Früher hast du bei einem Makler angerufen, dann bist du durch Wohnungen gezogen, hast Anträge ausgefüllt und gewartet. Heute suchst du online. Du klickst dich durch eine Plattform, die dir Hunderte Angebote zeigt, dir die Mietverträge erklärt und sogar die Versicherung für dich abschließt. Das ist nicht Science-Fiction. Das ist Plattformökonomie im Immobilienmarkt. Und sie verändert alles - langsam, aber unaufhaltsam.

Was ist Plattformökonomie wirklich?

Plattformökonomie bedeutet nicht einfach, dass etwas online läuft. Es geht um eine ganz neue Art, Märkte zu organisieren. Eine echte Plattform verbindet mindestens zwei Gruppen, die voneinander abhängen: Mieter und Eigentümer, Investoren und Bauherren, Dienstleister und Hausverwaltungen. Je mehr Menschen auf der einen Seite dabei sind, desto attraktiver wird es für die andere Seite. Das ist der Netzwerkeffekt. Und genau das macht Plattformen so mächtig.

Im Handel gibt es Amazon. In der Reisebranche Airbnb. Beide haben einen riesigen Teil des Marktes für sich genommen. Im Immobilienmarkt? Noch nicht. Hier gibt es über 120 digitale Plattformen in Deutschland - und keine einzige, die mehr als 15 Prozent des Marktes kontrolliert. Das ist einzigartig. In fast jeder anderen Branche hat sich schon eine oder zwei dominierende Plattform durchgesetzt. Hier ist alles noch offen.

Warum gibt es noch keine Winner-takes-all-Effekte?

Weil Immobilien nicht wie Bücher oder Ferienwohnungen sind. Jede Wohnung ist anders. Jedes Haus hat seine eigene Geschichte, seine eigene Lage, seine eigenen Regeln. Eine Plattform, die nur Mieter und Vermieter verbindet, wie Immobilienscout24, hat zwar Millionen Nutzer - aber sie ist kein echter Marktplatz. Sie ist ein Portal. Sie vermittelt, aber sie schafft keine neuen Interaktionen. Sie verändert nicht, wie Vermieter Wartungsarbeiten organisieren, wie Mieter Reparaturen beantragen oder wie Investoren in Gebäude investieren.

Echte Plattformen der dritten Generation tun das. Sie verbinden nicht nur Anbieter und Nachfrager, sondern auch Technik, Daten und Dienstleister. Stell dir vor, deine Hausverwaltung bekommt automatisch eine Benachrichtigung, wenn die Heizung in deiner Wohnung Wartung braucht. Die Reparatur wird gebucht, der Techniker kommt, die Rechnung geht direkt an dich. Das ist facilioo, eine Plattform von ista, die genau das macht. Oder stell dir vor, du investierst 500 Euro in ein neues Wohngebäude - ohne Makler, ohne Papierkram, mit transparenten Zahlen. Das macht Exporo. Und genau diese Plattformen haben das Potenzial, Winner-takes-all zu werden.

Die ersten Anzeichen von Konzentration

Im Jahr 2020 wurden in Deutschland über 255 Millionen Euro in digitale Immobilieninvestments gesteckt. In 2023 waren es deutlich mehr. Und hier, bei digitalen Investitionsplattformen wie Exporo, Bergfürst oder PROPVEST, zeigt sich bereits die erste Konzentration. Exporo gilt als Marktführer - und trotzdem nimmt es weniger als 10 Prozent aller verfügbaren Projekte in sein Angebot auf. Warum? Weil viele Projekte nicht den Standards der Plattform entsprechen. Das ist ein Hinweis: Es geht nicht um Menge, sondern um Qualität. Und wer die besten Projekte anbietet, gewinnt.

Plattformen wie WeWork haben gezeigt, wie schnell das Gegenteil passieren kann. Nach ihrem Börsengang 2019 verlor der Wert mehr als 80 Prozent. Nutzer auf Reddit fragen sich: Ist das ein Modell, das hält, oder nur ein Hype? Die Antwort liegt in der Tiefe der Integration. Wer nur Büroräume vermietet, ohne die dahinterliegende Infrastruktur zu digitalisieren, bleibt anfällig. Wer aber Energie, Sicherheit, Reinigung und Gemeinschaftsraum als Service verknüpft - wie facilioo mit Smart Energy und Smart Building -, der schafft echten Mehrwert.

Ein kleiner Vermieter analysiert eine digitale Plattform-Dashboard-Ansicht mit Sorgen auf dem Gesicht.

Wer profitiert, wer verliert?

Die großen Immobilienkonzerne mit mehr als 10.000 Wohnungen nutzen Plattformen schon zu 82 Prozent. Sie haben die Ressourcen, die IT-Systeme anzupassen, die Daten zu sammeln, die Prozesse zu optimieren. Kleine Vermieter? Nur 28 Prozent von ihnen nutzen digitale Plattformen. Warum? Weil die Lernkurve steil ist. Eine Studie des IW Köln sagt: Es dauert bis zu sechs Monate, bis ein mittelständisches Unternehmen die volle Funktionalität einer Plattform beherrscht. Und die Handbücher? 78 Prozent der Unternehmen sagen: Sie sind nicht auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten.

Dann gibt es noch die Gebühren. Bei Immobilienscout24 stiegen die Plattformkosten in fünf Jahren um 35 Prozent. Für kleine Anbieter wird es immer schwerer, sichtbar zu bleiben. Sie zahlen mehr, bekommen aber weniger Rückkehr. Das ist das klassische Muster einer Plattform, die sich vom Vermittler zum Monopolisten wandelt. Und das ist kein Problem der Technik. Das ist ein Problem der Macht.

Die Zukunft: Drei bis fünf dominierende Player

Expertinnen und Experten vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln prognostizieren: Bis 2025 wird sich der Markt verdichten. Es wird nicht mehr 120 Plattformen geben. Es wird maximal drei bis fünf geben, die jeweils über 20 Prozent Marktanteil halten. Warum? Weil Künstliche Intelligenz und Datenanalyse jetzt wirklich starten. Plattformen, die aus Mietverhalten, Energieverbrauch und Reparaturhistorie lernen, können Vorhersagen treffen. Sie können sagen: Diese Wohnung wird in drei Jahren um 12 Prozent teurer. Diese Mietergruppe bleibt mindestens fünf Jahre. Diese Immobilie hat ein hohes Risiko für Schimmel.

Das ist der Punkt, an dem Plattformen nicht mehr nur vermitteln, sondern entscheiden. Und wer die Daten hat, hat die Macht. Wer die Daten hat, kann den Markt kontrollieren. Und wer den Markt kontrolliert, wird der einzige Anbieter, den die meisten noch nutzen.

Drei interoperable Immobilienplattformen in einem offenen Netzwerk, im Kontrast zu einem bedrohlichen Monopol.

Was muss passieren, damit das gut wird?

Prof. Dr. Markus Breuer von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin warnt: "Plattformen, die nur eine Seite des Marktes bedienen, scheitern langfristig." Das ist der Schlüssel. Eine Plattform, die nur Vermieter und Mieter verbindet, ist nicht genug. Sie muss auch die Hausverwaltung, die Energieversorger, die Handwerker, die Versicherungen und die Investoren einbinden. Nur so entsteht ein echtes Ökosystem.

Die Partnerschaft zwischen facilioo und ista ist ein erster Schritt. Sie bauen eine offene Plattform, die alle Akteure der Immobilienwirtschaft miteinander verknüpft - von der Heizungsüberwachung bis zur Abrechnung der Hausgelder. Das ist der Weg. Nicht die große, zentrale Plattform, die alles kontrolliert. Sondern ein Netzwerk von Plattformen, die miteinander kommunizieren. Ein offenes System. Ein System, das nicht nur für die Großen funktioniert, sondern für alle.

Regulierung: Der letzte Hürdenstein

Die DSGVO ist ein Problem. Die Makler- und Bauträgerrecht sind ein Problem. Die Steuervorschriften für digitale Investitionen sind ein Problem. Und die meisten Plattformen haben keine Ahnung, wie sie damit umgehen sollen. Sie bauen ihre Systeme, ohne zu fragen: Ist das legal? Ist das fair? Ist das nachvollziehbar? Das ist der größte Fehler. Denn wer heute keine klaren Regeln einhält, wird morgen nicht mehr da sein. Die Branche steht an einem Scheideweg: Entweder sie regelt sich selbst - oder sie wird von der Politik gezwungen.

Ein Beispiel: Wenn eine Plattform dir sagt, dass deine Wohnung in fünf Jahren um 15 Prozent wertvoller wird, basierend auf KI-Analysen - wer haftet, wenn das falsch ist? Wer haftet, wenn die Daten fehlerhaft sind? Wer haftet, wenn du als Mieter nicht mehr in deine Wohnung ziehen kannst, weil die Plattform entschieden hat, dass du "nicht zum Profil passt"? Das sind keine theoretischen Fragen. Das sind die Fragen der nächsten fünf Jahre.

Was kannst du tun?

Wenn du Vermieter bist: Nutze Plattformen, aber prüfe, ob sie wirklich mehr bieten als eine bessere Website. Frag nach: Wie funktioniert die Datenverarbeitung? Wer hat Zugriff? Was passiert, wenn ich die Plattform verlasse? Wenn du Mieter bist: Lies die Nutzungsbedingungen. Verstehe, wie deine Daten genutzt werden. Wenn du investierst: Schau nicht nur auf die Rendite. Schau auf die Transparenz. Auf die Nachhaltigkeit. Auf die Rechtssicherheit.

Die Plattformökonomie im Immobilienmarkt ist kein Trend. Sie ist eine Revolution. Und wie jede Revolution wird sie Gewinner und Verlierer hervorbringen. Die Frage ist nicht, ob sie kommt. Die Frage ist: Wer wird sie gestalten? Und wer wird sie kontrollieren?

Was ist der Unterschied zwischen einer Immobilien-Website und einer echten Plattform?

Eine Immobilien-Website ist ein digitales Verzeichnis. Sie zeigt Angebote an, aber sie verbindet nicht aktiv. Eine echte Plattform verknüpft mehrere Gruppen - Mieter, Vermieter, Dienstleister, Investoren - und ermöglicht Transaktionen, Kommunikation und Datenfluss zwischen ihnen. Sie schafft Netzwerkeffekte. Ein Beispiel: Immobilienscout24 ist eine Website. facilioo ist eine Plattform, weil sie Wartungsanfragen, Abrechnungen und Energiemanagement automatisch verknüpft.

Warum gibt es noch keinen klaren Marktführer wie Amazon im Immobilienmarkt?

Weil Immobilien individuell sind. Jedes Gebäude hat andere Strukturen, andere Gesetze, andere Nutzerbedürfnisse. Eine Plattform, die nur Vermietung vermittelt, kann nicht den gleichen Skaleneffekt erzielen wie Amazon, der Millionen identische Produkte verkauft. Erst wenn Plattformen echte Ökosysteme bauen - mit Energie, Wartung, Investition und Verwaltung -, entstehen echte Winner-takes-all-Effekte. Und das passiert gerade erst.

Können kleine Vermieter mit Plattformen überleben?

Ja - aber nur, wenn sie die richtige wählen. Plattformen wie facilioo oder Exporo bieten niedrige Einstiegshürden und klare Strukturen. Aber viele Plattformen erhöhen ihre Gebühren, während sie den Service nicht verbessern. Kleine Vermieter müssen aufpassen: Nutze nur Plattformen, die transparente Kosten haben, offene Schnittstellen bieten und keine exklusiven Verträge verlangen. Und: Kombiniere digitale Tools mit menschlichem Kontakt. Keine Plattform ersetzt ein Vertrauensverhältnis.

Wie gefährlich sind Winner-takes-all-Effekte für den Markt?

Sehr gefährlich - aber nicht unvermeidbar. Wenn drei oder vier Plattformen den Markt dominieren, können sie Gebühren festlegen, Daten kontrollieren und sogar Mietpreise beeinflussen. Das ist kein Markt mehr - das ist eine Monopolstruktur. Aber: Solange es offene Standards, interoperable Systeme und regulatorische Aufsicht gibt, kann das verhindert werden. Die Zukunft hängt davon ab, ob die Branche sich selbst regelt - oder ob die Politik eingreift.

Welche Plattformen haben das Potenzial, Marktführer zu werden?

Exporo im Bereich digitaler Immobilieninvestments hat bereits die größte Nutzerbasis und die höchste Transparenz. facilioo, durch die Partnerschaft mit ista, baut das umfassendste Ökosystem für Immobilienmanagement auf. Realconnex und Immofred versuchen, durch Fusionen Skaleneffekte zu erzielen. Aber der wahre Gewinner wird die Plattform sein, die nicht nur vermittelt, sondern Daten nutzt, um Prozesse zu optimieren - und das für alle Beteiligten, nicht nur für Investoren.

14 Kommentare

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    David Melvin

    März 23, 2026 AT 02:51

    Die ganze Diskussion dreht sich um Technik, aber niemand fragt: Wer kontrolliert die Daten? Plattformen sammeln nicht nur Mietverläufe, sie lernen auch, wer bezahlt, wer sich beschwert, wer lange bleibt. Das ist nicht Service, das ist Sozial-Scoring mit Mietvertrag. Und wenn du als Mieter plötzlich 'nicht zum Profil passt' – wer entscheidet das? Kein Gesetz, keine Transparenz, nur Algorithmus. Das ist der wahre Knackpunkt.

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    Rolf Bittner

    März 23, 2026 AT 21:23

    Deutschland hat 120 Plattformen? Das ist doch lächerlich! In China hat eine einzige Firma alles kontrolliert, in den USA auch. Wir Deutschen müssen alles kompliziert machen. Wir brauchen keine offenen Systeme, wir brauchen einen starken Marktführer – mit deutscher Qualität, mit deutscher Disziplin. Sonst verlieren wir den Anschluss. Und das darf nicht passieren.

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    Clare Archibald

    März 25, 2026 AT 13:52

    Ach ja, 'offene Systeme' – wie immer, wenn Leute sagen, sie wollen Transparenz, aber nur, wenn es ihnen passt. 🤦‍♀️
    Plattformen wie facilioo? Die sind doch nur ein Marketing-Schmäh von ista, die ihre alten Rechnungssysteme als 'Revolution' verkaufen. Und dann kommt der kleine Vermieter, zahlt 35% mehr Gebühren und merkt: Ich hab nur eine neue, teurere Website. Der echte Gewinner? Der Investor, der nicht mal die Wohnung sieht. 😘

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    Manja Gottschalk

    März 27, 2026 AT 01:35

    Ich liebe dieses Thema!! 💖
    Stell dir vor, du kommst nach Hause und deine Heizung sagt: 'Hey, heute wird's kälter, ich hab den Techniker bestellt!' 🏠🔥
    Das ist Zukunft, das ist Liebe zum Detail! Endlich mal jemand, der nicht nur über Geld redet, sondern über echtes Leben! 😍
    facilioo ist mein neues Lieblingskind! 🥹

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    Hildegard Blöchliger

    März 27, 2026 AT 02:19

    Ich habe jetzt 17 Seiten gelesen – und ich bin erschöpfte! Warum muss man immer so kompliziert schreiben? Es geht doch einfach: Plattformen = böse. Sie sammeln Daten. Sie zwingen uns. Sie machen uns abhängig. Und dann kommen die Experten und reden von 'Ökosystemen' und 'Netzwerkeffekten' – das ist nur ein anderes Wort für 'Kontrolle'.
    Und wer sagt, dass kleine Vermieter überleben können? NUR wenn sie die Plattformen boykottieren! Einfach! Klar! Kein Jargon! Keine Theorie! Nur Widerstand!

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    Dirk Wasmund

    März 28, 2026 AT 22:36

    Es ist bemerkenswert, wie die gesamte Diskussion auf einer Oberflächlichkeit basiert, die jegliche tiefere philosophische Auseinandersetzung mit der Entfremdung des Wohnens durch algorithmische Vermittlung vermissen lässt. Man spricht von 'Plattformen', als ob es sich um neutrale Technologien handelte – doch sie sind Ausdruck einer kapitalistischen Logik, die den Menschen zum Datenpunkt reduziert. Die Frage ist nicht, ob eine Plattform besser ist – die Frage ist, ob wir als Gesellschaft noch bereit sind, das Leben als ein Netzwerk von Beziehungen zu verstehen, und nicht als ein optimiertes System von Transaktionen. Das ist der eigentliche Verlust.

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    Jerry Schulz

    März 30, 2026 AT 20:04

    Die meisten Leute verstehen nicht, dass es nicht um die Anzahl der Plattformen geht sondern um die Tiefe der Integration. Eine echte Plattform verbindet nicht nur Vermieter und Mieter sie verbindet Heizung, Strom, Wartung, Abrechnung und sogar die Nachbarschaft. Das ist der Punkt. Immobilienscout24 ist ein Katalog. facilioo ist ein Lebensraum. Und wer das nicht sieht, der hat das Problem nicht verstanden

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    Dumitru alina

    April 1, 2026 AT 01:19

    Ich finde es wichtig, dass wir hier nicht nur über Technik reden, sondern auch über Menschlichkeit. Plattformen können helfen, aber sie dürfen nicht ersetzen. Ein Anruf beim Handwerker, ein Gespräch mit dem Nachbarn, das Vertrauen in einen Vermieter – das kann eine App nicht ersetzen. Ich hoffe, dass wir einen Weg finden, das Beste aus beiden Welten zu kombinieren. Danke für diesen Beitrag, er hat mich zum Nachdenken gebracht. 😊

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    Stefanie Koveal

    April 2, 2026 AT 09:38

    Ich hab das Gefühl, dass wir alle vergessen, dass Immobilien nicht wie Handys sind. Jede Wohnung hat eine Seele. Und wenn du jetzt alles digitalisierst, dann wird aus dem Zuhause ein Produkt. Ich hab letzte Woche eine Wohnung gesehen, die von einer Plattform 'optimiert' wurde – kein Fenster, das man öffnen konnte, keine Wand, die man anmalen durfte. Es war wie ein Hotel aus dem Jahr 2040. Ich hab sofort wieder rausgehen müssen. 🥲

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    Ulrich Krause

    April 3, 2026 AT 23:14

    Wenn du als kleiner Vermieter denkst, du kannst dich wehren, dann täuscht du dich. Die großen Plattformen haben längst die Daten, die Macht, die Algorithmen. Du hast zwei Optionen: Entweder du spielst mit – und lernst, wie du sie nutzt – oder du wirst aus dem Markt gedrängt. Keine Moral, kein Idealismus, nur Fakten. Aber hey, du kannst es schaffen. Wenn du dich informierst. Wenn du dich vernetzt. Und wenn du nicht aufhört. 💪

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    wolfram wolfram

    April 4, 2026 AT 01:55

    Es ist unerträglich, wie hier ständig von 'offenen Systemen' gesprochen wird, als wäre das eine moralische Errungenschaft. Offenheit ist kein Wert – sie ist ein Mittel. Und wenn man sie als Heilslehre verkauft, dann ist das nicht Progress, das ist Ideologie. Wer behauptet, dass Interoperabilität automatisch gerecht ist, der verkennt die Macht der Standards. Wer die Standards setzt, kontrolliert das System. Und das ist genau das, was Exporo und facilioo tun – nur mit besserem Marketing. Schön, dass wir jetzt alle als 'Bürger' gefeiert werden, während wir in Wahrheit zu Datenpunkten degradiert werden.

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    Uta Mcnatt

    April 4, 2026 AT 06:20

    Plattformen, die nur vermitteln, sind keine Plattformen. Das ist ein Missverständnis. Eine echte Plattform erlaubt Transaktionen, nicht nur Anzeigen. Und das tut facilioo. Aber warum wird das nicht weiter verbreitet? Weil die Immobilienwirtschaft Angst hat. Sie hat jahrzehntelang mit Papier, Handschlag und Geheimnissen gearbeitet. Jetzt plötzlich: Transparenz? Daten? Automatisierung? Das ist kein Fortschritt – das ist eine Bedrohung. Und genau deshalb wird so viel über 'offene Systeme' geredet. Um den Eindruck zu erwecken, dass alles fair ist. Aber es ist nicht fair. Es ist nur effizient.

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    christoph reif

    April 5, 2026 AT 00:39

    Die Frage ist nicht, ob Plattformen kommen, sondern wie wir sie gestalten. Ich hab als kleiner Vermieter mit facilioo angefangen. Gebühren sind niedrig, Support ist menschlich, die App funktioniert. Ich hab keine Ahnung von Tech, aber ich verstehe: Wenn du die richtigen Tools hast, dann kannst du dich auf das konzentrieren, was wirklich zählt – deine Mieter. Und das ist mehr als eine App. Das ist ein neuer Weg.

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    Markus Rönnholm

    April 6, 2026 AT 15:48

    Wir haben Angst vor Veränderung, weil wir uns nicht trauen, zu wachsen. Plattformen sind nicht das Problem. Das Problem ist, dass wir immer noch glauben, wir müssten alles selbst machen. Wer sagt, dass ein Mieter nicht auch von einer KI beraten werden kann? Wer sagt, dass ein kleiner Vermieter nicht mit einer App besser wirtschaften kann? Die Zukunft gehört nicht den Großen. Die Zukunft gehört den Mutigen. Und ich bin einer von ihnen. 🚀

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